Das ist ein Schlag ins Gesicht der Region, den wir mit allen Mitteln bekämpfen werden

Zu den jetzt bekannten Planungen der Stadt Wiesbaden, ein LKW-Durchfahrtsverbot für den Innenstadtbereich umzusetzen, indem der Verkehr in die Region umgeleitet wird, kündigen die Vertreter der CDU-FWG-Koalition in Taunusstein massiven Widerstand an: „Das einseitige und egoistische Vorgehen der Stadt Wiesbaden ist ein Schlag ins Gesicht der Region und der Nachbarstadt Taunusstein. Wir werden uns mit allen rechtlichen und politischen Mitteln gegen die Umsetzung dieser Planungen wehren“, zeigen sich der CDU-Fraktionsvorsitzende Andreas Monz und der Fraktionsvorsitzende der FWG, Helmut Grundstein kampfeslustig. „Wie schon bei den Plänen für die Windkraftanlagen auf dem Taunuskamm versucht die Stadt Wiesbaden, ihre Probleme einseitig auf Kosten anderer zu lösen und das werden wir der Wiesbadener Stadtpolitik auch an dieser Stelle nicht durchgehen lassen. Es ist hohe Zeit, dass die Landeshauptstadt sich endlich als Teil der Region versteht und den Dialog sucht“, fordert Monz und Grundstein.

Die Landeshauptstadt Wiesbaden plant für den Bereich der Kernstadt die Einführung eines Durchfahrtsverbotes für LKW mit einem zulässigen Gesamtgewicht von über 3,5 Tonnen. Ziel ist es, nur den Durchfahrtsverkehr und nicht den Zielverkehr auszuschließen. Erreicht werden soll dieses Ziel durch großräumige Umleitungsbeschilderungen, mit denen der LKW-Verkehr um Wiesbaden herumgeführt werden soll. Die nun vorliegende ergänzende verkehrliche Untersuchung im Rahmen des Genehmigungsverfahrens zeigt, dass mit der Umsetzung des Durchfahrtsverbotes die Anzahl der zusätzlichen Schwerlastverkehrsfahrten innerhalb von 24 Stunden bei 110 LKW in der Ortsdurchfahrt von Neuhof, bei 116 LKW in der Ortsdurchfahrt von Wehen und bei bis zu 195 LKW in Bleidenstadt wie auch 91 LKW in Seitzenhahn liegen würden, bei nur geringen Teilentlastungen in einzelnen Streckenabschnitten Richtung B 54 und B 417.

Neben Taunusstein wären auch andere Kommunen im Kreisgebiet erheblich von den Plänen betroffen.

„Zwar erscheinen die Bemühungen Wiesbadens um eine verkehrliche Entlastung der Innenstadt nachvollziehbar. Dieses darf jedoch nicht zu einer einseitigen Verlagerung der Belastungen in die umliegenden Kommunen führen. Insbesondere die schon heute hochbelastete Aarstraße ist nicht in der Lage, zusätzlichen Verkehr aufzunehmen; die Zunahme des damit verbundenen Lärms und Schadstoffemissionen ist den Anliegern nicht zuzumuten“, erklärte verkehrspolitische Sprecher der CDU-Fraktion und Vorsitzende des Stadtentwicklungsausschusses, Frederic Blasche.

„Insbesondere in Seitzenhahn liegen in der engen Ortsdurchfahrt noch die Bushaltestelle für den Schülerverkehr sowie der Zugang zu Kindergarten und Bürgerhaus. Daher wäre mit der erheblichen Zunahme von Schwerlastverkehr eine zusätzliche Gefährdung von Kindern, Schülern und Bürgern verbunden. Ähnliches dürfte in den Kreuzungsbereichen vor allem in Wehen, Hahn und Bleidenstadt gelten“, kritisiert Roswitha Bausch als zuständige Sprecherin der FWG. Der derzeit in Aufstellung befindliche Lärmaktionsplan Straßen sehe für die hoch belastete Aarstraße schon wegen der jetzigen Belastung mit Überschreitung der Grenzwerte nachts Geschwindigkeitsbeschränkungen vor.

Mit einem gemeinsamen Antrag zur nächsten Stadtverordnetenversammlung am 22. Februar wollen CDU und FWG daher nicht nur die deutliche Ablehnung des Vorhabens durch die Stadt Taunusstein zum Ausdruck bringen, sondern gleichzeitig den Magistrat damit beauftragen, gemeinsam mit dem Kreis und anderen betroffenen Kommunen alle rechtlichen und politischen Schritte gegen das Vorhaben zu ergreifen. Dabei hoffen sie darauf, dass alle Fraktionen in Taunusstein an einem Strang ziehen und sich dem Antrag anschließen werden.

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