Nachdem die konstituierende Sitzung des Ortsbeirates in Taunusstein-Wehen am 27. April ohne Wahl einer neuen Ortsvorsteherin oder eines Ortsvorstehers abgebrochen wurde, weil es zu einem Patt bei der Abstimmung kam, haben sich CDU und SPD in Taunusstein mit Unterstützung der FWG zur am kommenden Montag stattfindenden Wiederholungssitzung auf ein Wahlverfahren verständigt. Danach werden die CDU-Vertreter im Ortsbeirat sicherstellen, dass der Listenführer der SPD, Dennis May, für die erste Hälfte der Wahlperiode das Amt des Ortsvorstehers in Wehen ausübt. Nach dieser Zeit wird May sein Amt niederlegen und die SPD-Vertreter werden die Wahl der Listenführerin der CDU, Anja Bender, zur Ortsvorsteherin bis zum Ablauf der Wahlperiode unterstützen. Beide Kandidaten würden diesen Kompromiss zu Sitzungsbeginn am Montag erklären.

Mit dieser Verständigung wollen CDU und SPD mit Unterstützung der FWG sicherstellen, dass in einer „selbstbestimmten demokratischen Entscheidung weder das Los noch ein einzelnes Ortsbeiratsmitglied der AfD über die Wahl des Ortsvorstehers bestimmen“, erläutern die beiden Ortsbeiräte Bender und May mit den Parteivorsitzenden Uwe Löser (CDU) und Maximilian Faust (SPD) die Vereinbarung.

Erst kurz vor der ersten Sitzung des Ortsbeirates sei deutlich geworden, dass es zu einer Stimmengleichheit kommen werde, so dass zunächst weitere Gespräche erforderlich waren, um die Vereinbarung umsetzen zu können. Zur Wahl des Ortsvorstehers bedürfe es einer Mehrheit im Ortsbeirat selber. Und diese habe kein Bewerber gehabt.

„In einer solchen Situation müssen demokratische Parteien in der Lage sein, sich zu verständigen und Kompromisse zu finden“, betont auch Fraktionsvorsitzender Dieter Weiß von der SPD. Taunusstein habe sich in den vergangenen Jahren spürbar gut entwickelt, weil alle Fraktionen in der Stadtverordnetenversammlung über Koalitionen hinaus einen ständigen Dialog gepflegt und belastbare Vereinbarungen getroffen hätten.

„Jenseits der Frage der Besetzung von Positionen wollen wir dieses demokratische, gute und respektvolle Miteinander zum Wohle der ganzen Stadt auch in der neuen Wahlperiode fortsetzen. Sichtbares Zeichen hierfür seien die einvernehmlichen Wahlen der Vorsitzenden der Ausschüsse in der Stadtverordnetenversammlung wie auch die Verständigung zum Ortsbeirat in Wehen“, so Monz und Weiß.

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Anja Bender

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