Die Taunussteiner Koalitionsfraktionen von FWG, CDU und FDP haben einen gemeinsamen Antrag betr. Realisierung der Querspange B 54/B 260 als Regionales Projekt der Verkehrsentlastung zur Beratung im Stadtparlament eingebracht. In dem Antrag wird der Magistrat gebeten, an die hessische Straßenbauverwaltung hessen mobil mit dem dringenden Anliegen heranzutreten, sich für eine baldige Realisierung der im Bundesfernstraßenplan enthaltenen Querspange B 54/B 260 (Gemarkung Hettenhain) als Regionales Projekt der Verkehrsentlastung mit der Einstufung als vordringlicher Bedarf einzusetzen. Weiter sind der Rheingau-Taunus-Kreis, das Regierungspräsidium Darmstadt, die Regionale Planungsversammlung und die Stadt Wiesbaden mit der Bitte um Unterstützung dieses regionalen Projektes zur Verkehrsentlastung im gemeinsamen Interesse anzusprechen.

Zur Begründung wird darauf hingewiesen, dass mit der Querspange B 54/B 260 in Verbindung mit der anstehenden Ortsumgehung Wambach und der angedachten Ortsumgehung Martinsthal eine ortsdurchfahrtsfreie Verbindung zwischen Untertaunus und Rheingau geschaffen würde. Hierüber könnte der Pendlerverkehr aus dem westlichen Untertaunus zur Autobahn A 66 geführt werden. Mit der A 666 haben die Pendler eine direkte Autobahnverbindung nach Frankfurt, ins Rhein-Main-Gebiet, nach Mainz und Rheinland-Pfalz. Außerdem haben die Pendler von der A 666 insgesamt 6 Anbindungen an das Stadtgebiet Wiesbaden (Frauenstein, Schierstein/Dotzheim, Biebricher Allee, Mainzer Straße/Industriegebiet Biebrich, Erbenheim/Kastel und Nordenstadt/Delkenheim). Damit würden die Ortsdurchfahrten von Bad Schwalbach und Taunusstein (Stadtteile Bleidenstadt, Seitzenhahn und Watzhahn) entlastet und den Pendlern der mühsame Weg über Hohe Wurzel bzw. Eiserne Hand durch die Wiesbadener Innenstadt erspart, der derzeit durch Wiesbadener Verkehrsbeschränkungsmaßnahmen immer schwieriger wird.

Weiter wird mit der Querspange eine ortsdurchfahrtsfreie Verbindung für den LKW-Verkehr zwischen B 54 und B 260 geschaffen, der derzeit Bad Schwalbach und Taunusstein (Stadtteile Seitzenhahn und Bleidenstadt) belastet. Der Ortsbeirat Seitzenhahn hat schon mehrfach ein LKW-Durchfahrtsverbot gefordert.

Außerdem würden Bleidenstadt und Seitzenhahn durch die Querspange auch vom Ausflugsverkehr aus dem östlichen Untertaunus in den Rheingau entlastet.

Somit liegt die Realisierung der Querspange B 54/B 260 im gemeinsamen Interesse des Rheingau-Taunus-Kreises, der Städte Bad Schwalbach und Taunusstein sowie der Stadt Wiesbaden und der Pendler aus dem westlichen Untertaunus und der Ausflügler aus dem östlichen Untertaunus. Daher ist die Querspange auch von der Regionalen Planungsversammlung Südhessen als Regionales Projekt der Verkehrsentlastung zu unterstützen, zumal sie auch im Lärmaktionsplan Straßen des Regierungspräsidiums Darmstadtenthalten ist.

Die Maßnahme ist jetzt wegen der deutlichen Verkehrsbeschränkungen in der Wiesbadener Innenstadt dringend zu verfolgen. Auch die derzeitige Problematik mit der Sperrung der Salzbachtalbrücke in Wiesbaden zeigt, wie wichtig eine Autobahnanbindung für die Pendler aus dem Untertaunus ist, damit sie über das Schiersteiner Kreuz die Umgehung rund um Mainz für die Fahrt ins Rhein-Main-Gebiet nutzen können.

Die Taunussteiner Fraktionen von FWG, CDU und FDP werden auch die Kreistagsfraktionen von FWG, CDU und FDP um Unterstützung dieser Maßnahme bitten.

Der FWG-Fraktionsvorsitzende Helmut Grundstein hofft, dass jetzt endlich Bewegung in diese von der FWG seit langem geforderte Verkehrsentlastungsmaßnahme kommt und damit den berechtigten Forderungen der Ortsbeiräte Seitzenhahn, Bleidenstadt und Watzhahn nach einer Verkehrsentlastung Rechnung getragen wird.

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Ansprechpartner

Andreas Monz

Fraktionsvorsitzender

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